Iaijutsu ist die japanische Kunst des Schwertziehens. In der International Suigetsujuku Bujujtsu Association (ISBA) unter Leitung von Großmeister Jun Osano werden verschiedene traditionelle Schulen (Ryū) unterrichtet. Diese sind:

  1. Shintō Munen Ryū
  2. Rikishin Ryū
  3. Ryūgō Ryū
  4. Keishi Ryū
  5. Araki Ryū
  6. Sekiguchi Ryū

Die Iaijutsu Ryū der ISBA

Anfänger trainieren zuerst die Schule Shintō Munen Ryū und später die Keishi Ryū. Gegründet im 18. Jahrundert von Fukui Hyoemon Yoshihara (1702-1782) kennt das Shintō Munen Ryū Tachiiai keine sitzenden Techniken, alle Kata sind stehend. Diese Ryū verwendet schräge Schnitte. Die meisten Iai-Ryū sind still, aber in der Shintō Munen Ryū werden Kiai benutzt.

Die Keishi Ryū ist keine gewachsene traditionelle Ryū-Ha (Schule), sondern wurde vor ca. 130 Jahren von verschiedenen Meistern unterschiedlicher Schulen entwickelt, um Polizeikräfte im Umgang mit dem Schwert zu schulen. Diese waren:

  1. Asayama Ichiden Ryū
  2. Kyoshin Meichi Ryū
  3. Shintō Munen Ryū
  4. Tatsumi Ryū
  5. Tamiya Ryū

  Die Techniken in der Keishi Ryū ähneln denen der Shintō Munen Ryū, alle Kata sind stehend (Tachiai). Später werden dann Techniken der Rikishin Ryū und Ryūgō Ryū unterrichtet. Die Techniken werden hierbei sitzend ausgeführt, die Ryūgō Ryū kennzeichnen außerdem gesprungene Wechsel. 

Fortgeschrittene können dann Kata (Technikabfolgen) der Araki Ryū und Sekiguchi Ryū erlernen. Diese werden sehr kräftig und mit Kiai ausgeführt, in der Sekiguchi Ryū gibt es tiefe Stellungen und Sprünge aus dem Sitzen. Während diese Schule auch Techniken im Stehen enthält, besteht die Araki Ryū nur aus sitzenden Formen.